Funkbasierendes Waldbrand Alarmierungssystem für Astrachan

Bei der Entwicklung unseres Systems standen die einfache, schnelle und kostengünstige Realisierung mit einer bewährten Technik im Vordergrund. Als Betrachtungsgrundlage haben wir ein Waldgebiet mit 100 km Länge und 200 km Breite also 20.000 Quadratkilometer angenommen. Die Rauchsensoren sind mit Spezial Batterien ausgestattet die eine Lebensdauer von 10 Jahren haben. Da aber über das Jahr gravierende Temperaturunterschiede zu berücksichtigen sind, gehen wir realistisch von ca. 5 Jahren aus. Die Funksensoren sind in Gehäusen eingebaut die aus Kunststoffen bestehen, die ebenfalls mindestens 5 Jahre überstehen Das integrierte Funkgerät hat eine Sendeleistung von 5 Watt und benötigt nur im Alarmfall Energie. Die Reichweite die sich aus der Sendeleistung ergibt liegt bei freier Sicht ca. 15 km. Wir gehen aber von der ungünstigsten Reichweite von 5 km aus, das bedeutet, dass bei Rautenform Verteilung der Funksensoren 200 Stück notwendig sind. Die Sensoren könnten mit einem Hanf-Perlonseil versehen von einem Arbeitshubschrauber auf die Baumwipfel abgeworfen werden. Die Signale der Sensoren müssen über Relaisstationen zu der Einsatzleitstelle weitergeleitet werden. Die Menge der Relaisstationen richtet sich nach der Höhe der montierten Relaisstationen. Aus Kostengründen sollte man soweit möglich vorhandene Standorte verwenden wie Strommasten oder andere vorhandene Türme. Die Kosten für neue Sendemasten mit mindestens 30 m über den Baumwipfeln sind nicht unerheblich, insbesondere die zusätzlichen Mittel für die Errichtung derselben im dichten Waldgebiet. Die preisgünstigere Lösung soweit nicht genügend vorhandene Masten zur Verfügung stehen stellen unseres Erachtens Fesselballone dar, insbesondere wenn sie auf ca 60 bis 80 m aufgelassen werden könnten. Eine Leitstation am besten bei einer großen Feuerwehr Station wird mit einem Funkgerät ausgestattet, das an einem PC mit Auswerter Software angeschlossen ist. Jeder der Funkrauchmelder sendet eine andere Codierung in der die Standortinformation enthalten ist und das wird auf einer Landkarte mit Koordinaten angezeigt. Es können auch mehrere Empfangsstationen an unterschiedlichen Standorten (auch weit entfernte Zentralen) gleichzeitig den Alarm erhalten und auswerten.

Natürlich gehören außer der schnellen Information über einen ausgebrochenen Waldbrand auch weitergehende Vorkehrungen bezüglich der Bekämpfung wie der Aufbau von Löschwasser Reservoiren Pumpen Fahrzeugen mit Wasservorräten die Schulung der Kräfte und die Gewinnung von freiwilligen Löschkräften und deren Ausbildung. Auch der verstärkte Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern sind zur Brandbekämpfung unumgänglich wenn die Waldgebiete mit Fahrzeugen schlecht oder nicht erreichbar sind.

Da sich in dem von uns entwickeltem Funksensor Gerät auch ein Empfänger mit einer speziellen Rufcodierung
befindet könnte man diesen Uhrzeitgesteuert einmal im Jahr zum Beispiel im Februar oder März für eine Stunde
Einschalten und in dieser Zeit von der Leitzentrale mit einem automatischen Programm alle Funksensoren gezielt
aufrufen die dann in der Folge bestätigen, dass sie einsatzbereit sind. Natürlich würde dies die Laufzeit eventuell
auf ca 4 Jahre verkürzen.

Der Funksensor sollte vor Ort produziert werden unter Verwendung einheimischer Gehäuse und anzulernenden
Arbeitskräften. Lediglich 2 Bauteile werden aus dem fernen Osten bezogen, da der Preis und die Lieferzeit hier eine
entscheidende Rolle spielen dürften.